Schoko Toffee Cookies

Cookies!

Nachdem ich zufällig über das YouTube Video zum “Brown Butter and Toffee Chocoloate Chip Cookies” Rezept von “bon appétit” gestolpert war, habe ich heute die zweite Ladung Kekse produziert. Da das Rezept mit amerikanischen Maßen hantiert, und ich heute erneut leicht genervt Cups und Butter-Sticks umzurechnen hatte, lohnt es sich wahrscheinlich, das ganze einmal mit hierzulande gebräuchlichen Einheiten zu reproduzieren. Die Umrechnung ist nicht exakt so, wie man sie in den typischen Tabellen findet, sondern auf etwas "glattere” Werte gerundet. Bisher sind allerdings noch keine Klagen hinsichtlich der Ergebnisse gekommen :) 

Das Rezept reicht für etwa 30 Cookies.

Zutaten

  • 200g Brauner Zucker
  • 60g Weißer Zucker
  • 250g Mehl (Type 550)
  • 250g Butter (keine Margarine)
  • 2 Eier (M)
  • 1 Päckchen Natron (entsprechend 1 Teelöffel)
  • 1 Teelöffel Kochsalz für den Teig
  • 1-2 Esslöffel Salzflocken für die Dekoration
  • 200g dunkle Kuvertüre
  • 2 Rollen “Rolo” Karamellbonbons
  • 1 Vanilleschote oder ca. ½ Fläschchen Backaroma Vanille

Teig vorbereiten

  1. Butter bräunen.

    Dazu die Butter in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze auf dem Herd schmelzen. Dabei insbesondere zu Beginn öfter umrühren, damit es nicht spritzt. Sobald die Butter aufschäumt, die Hitze etwas reduzieren und einige Zeit weiter schäumend köcheln lassen. Es setzt sich Eiweiß nach oben ab, das durch Rühren immer wieder etwas untergezogen werden sollte.

    Die nächsten Schritte lassen sich parallel vorbereiten. Dennoch ein Auge auf den Topf haben und gelegentlich rühren, bis die Butter nach etwa 10 Minuten anfängt am Boden einen braunen Satz zu bilden. Der Geruch ändert sich, wird nussiger und erinnert bereits an Karamell.

    Wenn das soweit ist, die Butter vom Herd nehmen.

    Braune Butter

  2. Mehl, Natron und das Kochsalz vermengen.

    Dazu alles in eine kleine Schale oder einen Suppenteller geben und mit einem trockenen Schneebesen durchmischen.

    Mehl, Salz, Natron

  3. Die Kuvertüre auf einem großen Schneidbrett mit einem Kochmesser mit breiter Klinge zerkleinern. Dazu möglichst senkrecht jeweils etwa 0,5cm breite Streifen von dem Schokoladenblock “abschneiden”. Das Ergebnis sind Schokoladenbröckchen, die sich später gut unter den Teig mischen lassen. In einer Schüssel oder Suppenteller zur Seite stellen.

    Gehackte Kuvertüre

  4. Rolos aus ihrer Folie auswickeln. Jeweils 5-6 Stück auf dem Schneidbrett in einer Linie aufreihen und mit dem Kochmesser in 3-4 Scheibchen schneiden. Wiederholen, bis alle Rolos geschnitten sind. Die Stückchen nicht in eine Schale, sondern auf dem Brett ausgebreitet liegen lassen, weil sie ansonsten durch das Karamell klumpig zusammenkleben.

    Roloscheibchen

  5. Die inzwischen gebräunte Butter in eine Rührschüssel gießen — eine Metallschüssel empfiehlt sich, weil die Butter daran schneller abkühlen kann. Mit einem Teigschaber oder Löffel auch den am Boden des Topfs noch anklebenden Satz mitnehmen.

  6. Braunen und weißen Zucker in die Butter geben und mit einem Mixer vorsichtig etwas eine Minute durchmischen. Dadurch senkt sich die Temperatur der Butter bereits erheblich.

    Zucker und Butter gemischt

  7. Abwarten, bis die Mischung aus Butter und Zucker sich nur noch warm, aber nicht mehr heiß anfühlt. Andernfalls läuft man Gefahr, dass die Eier stocken.

  8. Unter Rühren mit dem Mixer das Vanillearoma und die Eier hinzufügen und für 1 bis 2 Minuten aufschlagen. Die Masse wird dabei hellbraun und sämig.

  9. Mixer auf langsames Tempo stellen und die Mehlmischung in drei bis vier Portionen hinzufügen. Nur so lange rühren, bis das Mehl sich mit den feuchten Zutaten vermengt hat. Nicht darüber hinaus aufschlagen. Der Teig dürfte zu dieser Zeit bereits merklich klebriger und fester werden, daher die restlichen Schritte zügig durchführen.

  10. Zuerst gehackte Schokolade, dann Rolos hinzugeben und jeweils mit einem stabilen Holzlöffel unter den Teig heben. Hierbei nicht mehr den Mixer verwenden, um die Schokolade nicht weiter zu zerkleinern!

    Schokolade im Teig

  11. Die Schüssel mit dem fertigen Teig mit Frischhaltefolie abdecken und mindestens 30 Minuten ruhen lassen. Ich stelle ihn dazu in den Kühlschrank. Dadurch lässt er sich später besser portionieren. Laut Originalrezept kann man den Teig bis zu drei Tage im voraus zubereiten.

    Fertiger Teig

Portionieren und Backen

  1. Backofen auf 160-170°C vorheizen (Heißluft).

    Bckofen vorheiten auf 160°C

  2. Backblech mit Backpapier auslegen. Falls es sich von selbst wieder aufwickeln möchte, einfach an den Längsseiten einmal beherzt zugreifen und es etwas zerknittern. Dann bleibt es auch freiwillig liegen.

  3. Vom kühlen und festen Teig etwa 1 Esslöffel aufnehmen und zwischen den Händen zügig zu einer Kugel mit Größe eines Golf- oder Tischtennisballs formen. Mit reichlich Abstand auf dem Backpapier verteilen. Die Cookies werden beim Backen deutlich größer, daher fasst ein Backblech nur 6 Cookies.

    Teig mit Löffel portionieren

    Beim Platzieren der Kugeln so gut es geht darauf achten, dass eventuell vorhandene größere Karamellstücke möglichst mittag nach oben gerichtet sind, damit sie mittig im fertigen Keks landen. Liegt ein solches Stück am äußeren Rand des Kekses, wird es beim Backen flüssig und der Keks hat keine gleichmäßige runde Form mehr. Schmeckt genau so gut, sieht aber nicht ganz so schön aus.

    Platzierung auf dem Backblech

  4. Über den Teigkugeln jeweils zwei Salzflocken zwischen den Fingern zerkleinern und verteilen. Wenn etwas Salz daneben fällt ist das kein Problem, da der Teig im Ofen zerfließt und dabei die umliegenden Flocken “einsammelt”.

    Mit Salz bestreuen

  5. Kekse in den vorgeheizten Ofen schieben. Bei Heißluft lassen sich problemlos zwei Bleche gleichzeitig backen.

    2 Bleche im Ofen

    Halbzeit beim Backen

  6. Je nach Ofen beträgt die Backzeit etwa 8-11 Minuten. Die Cookies sind fertig, wenn sie komplett zerlaufen sind und sich der Rand erkennbar bräunt. In der Mitte sind die Kekse dann noch ein bisschen weich. Beginnen sich am Rand Risse zu bilden, ist es höchste Zeit sie herauszunehmen. Wenn sich auf der gesamten Oberfläche Risse zeigen, ist die Temperatur wahrscheinlich zu hoch und die Cookies werden hart.

    Fertig zum Rausnehmen

  7. Kekse Aus dem Ofen nehmen und auf dem Backblech noch wenigstens 10 Minuten liegen lassen. Die Kekse sind zu dieser Zeit noch viel zu weich, um bewegt zu werden.

    Abkühlen auf dem Blech

  8. Nachdem sie für einige Minuten abgekühlt sind, die Kekse mit einem flachen Spatel  – vorzugsweise aus Metall – vorsichtig vom Backpapier lösen und zum endgültigen Abkühlen auf ein ebenfalls mit Backpapier ausgelegtes Kuchengitter legen. Nach jedem Keks die Vorderkante des Spatels reinigen, da hier Karamell festklebt, das das Ablösen der weiteren Kekse zunehmend schwieriger macht. Sie neigen dazu, dann daran festzukleben und zu zerreißen.

  9. Das Backpapier braucht meiner Erfahrung nach nicht ausgewechselt werden. Es bietet sich aber an, nach jeder Ladung Kekse mit dem Spatel eventuelle Schokoladen- und Karamellreste zur Seite zu schieben.

Bon Appétit :)

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